ETF-Entnahme-Rechner
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ETF-Entnahme-Rechner

Wie lange reicht dein ETF-Vermögen, wenn du monatlich entnimmst? Gib Startkapital, Entnahme und Rendite ein und sieh es sofort.

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Dein Vermögen reicht
28 Jahre
Bei dieser Entnahme bleibt die Substanz lange erhalten.
Passendes Depot finden
Hinweis: Vereinfachte Modellrechnung mit konstanter Rendite. Echte Kurse schwanken. Keine Anlageberatung, keine Garantie.

Wie der Entnahmeplan funktioniert

Ein ETF-Entnahmeplan kehrt das Prinzip des Sparplans um: Statt monatlich einzuzahlen, entnimmst du regelmäßig einen Betrag, während der Rest weiter investiert bleibt und Rendite erwirtschaftet. Wie lange dein Vermögen reicht, hängt von drei Größen ab — dem Startkapital, der Höhe der Entnahme und der Rendite. Liegt die Rendite über deiner Entnahmequote, kann das Vermögen sogar dauerhaft erhalten bleiben. Genau dieses Zusammenspiel macht der Rechner sichtbar.

Die 4-Prozent-Regel als Orientierung

Eine bekannte Faustregel besagt, dass eine jährliche Entnahme von rund 4 Prozent des Startvermögens über lange Zeiträume meist tragfähig ist. Bei 300.000 Euro wären das etwa 1.000 Euro im Monat. Die Regel ist jedoch keine Garantie: Fallen die Kurse gerade zu Beginn der Entnahmephase stark, kann das Vermögen schneller schrumpfen — dieses sogenannte Renditereihenfolge-Risiko solltest du kennen. Plane deshalb lieber vorsichtig und halte einen Puffer aus Tagesgeld bereit, aus dem du in schwachen Börsenjahren entnimmst.

So nutzt du das Ergebnis

Spiele verschiedene Szenarien durch: Wie verändert sich die Dauer, wenn du die Entnahme um 200 Euro senkst? Was passiert bei einer vorsichtigeren Renditeannahme? Du wirst schnell merken, wie sensibel das Ergebnis auf kleine Änderungen reagiert. Das hilft dir, realistisch zu planen, statt dich auf eine einzige optimistische Zahl zu verlassen. Wie viel Vermögen du überhaupt aufbauen kannst, zeigt dir umgekehrt der ETF-Sparplan-Rechner. Und mehr über die Strategie dahinter liest du im Beitrag zum ETF-Entnahmeplan.

Realistisch bleiben

Dieser Rechner unterstellt eine konstante Rendite — die Realität schwankt. In guten Jahren wächst dein Restvermögen, in schlechten schrumpft es schneller. Nutze das Ergebnis daher als grobe Orientierung, nicht als exakte Prognose. Eine vorsichtige Entnahmequote, ein Tagesgeld-Puffer und Flexibilität bei der Höhe der Entnahme sind die besten Schutzmechanismen für einen entspannten Ruhestand mit ETFs.

Das Renditereihenfolge-Risiko

Der größte Feind eines Entnahmeplans ist ein schwerer Börseneinbruch direkt zu Beginn der Entnahmephase. Verkaufst du in solchen Jahren Anteile, um deine Entnahme zu finanzieren, fehlt dieses Kapital, wenn sich die Märkte später erholen. Dieses sogenannte Renditereihenfolge-Risiko ist tückisch, weil nicht nur die durchschnittliche Rendite zählt, sondern auch die Reihenfolge der guten und schlechten Jahre. Zwei Anleger mit identischer Durchschnittsrendite können völlig unterschiedlich dastehen, je nachdem, ob die schlechten Jahre am Anfang oder am Ende lagen. Ein Tagesgeld-Puffer, aus dem du in schwachen Phasen entnimmst, ist der wirksamste Schutz dagegen.

Flexibel entnehmen statt stur

Wer seine Entnahme in guten Börsenjahren etwas erhöht und in schlechten reduziert, schont seine Substanz erheblich. Diese flexible Entnahme ist anspruchsvoller als ein starrer Festbetrag, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass dein Vermögen ein Leben lang reicht. Kombiniere den Rechner deshalb mit gesundem Menschenverstand: Er liefert eine Orientierung, deine Anpassungsfähigkeit liefert die Sicherheit. Wie du überhaupt erst das nötige Vermögen aufbaust, zeigt der Sparplan-Guide, und welche ETFs sich dafür eignen, die Seite beste ETFs.

Vom Sparen zum Entnehmen — ein Umdenken

Der Wechsel von der Anspar- in die Entnahmephase verlangt nicht nur eine andere Strategie, sondern auch ein Umdenken. Jahrzehntelang hast du dich daran gewöhnt, dass dein Depot wächst und Rückschläge sich mit der Zeit auswachsen. In der Entnahmephase entnimmst du dagegen aktiv Kapital, und schwache Börsenjahre wiegen schwerer. Es hilft, diesen mentalen Übergang bewusst zu vollziehen: Dein Vermögen ist jetzt nicht mehr nur Zahl auf dem Bildschirm, sondern dein Einkommen. Mit einem vernünftigen Puffer, einer flexiblen Entnahme und realistischen Erwartungen gelingt dieser Übergang entspannt. Der Rechner hilft dir, ein Gefühl für tragfähige Beträge zu entwickeln, damit du nicht aus dem Bauch heraus entscheidest, sondern mit einer soliden Grundlage in den Ruhestand startest.